Jacobin.social basiert auf gegenseitigem Respekt. Das klingt vielleicht wie ein No-Brainer, aber vermutlich haben es die meisten von uns schon erlebt: Jemand schreibt uns eine nervige Instagram-DM oder wir sehen einen Tweet, der uns den halben Vormittag versaut. Oft genug antworten wir darauf direkt genervt, weil wir die schlechtestmögliche Interpretation des Gesagten annehmen. Keine Sorge, wir erwarten von euch kein toxisch positives Hippie-Auftreten, aber überlegt lieber zweimal, bevor ihr euer Gegenüber sarkastisch roastet. Vielleicht sind bei der digitalen Kommunikation einfach ein paar Nuancen verloren gegangen und eure Positionen sind sich ähnlicher, als ihr glaubt. Aber selbst wenn nicht: Widerspruch und deutliche Kritik sind ausdrücklich erlaubt – persönliche Angriffe, Beleidigungen oder gezielte Provokation hingegen nicht.
Das ist besonders in politischen Diskussionen wichtig. Bei uns sind natürlich auch Personen willkommen, die sich nicht als Sozialistinnen und Sozialisten verstehen. Unterschiedliche Perspektiven können den Austausch bereichern – solange sie ernst gemeint sind und nicht darauf abzielen, andere abzuwerten oder Diskussionen zu sabotieren. Gleichzeitig gilt: Ihr seid verantwortlich für das, was ihr schreibt. Inhalte, die illegal sind oder anderen schaden – etwa durch das Veröffentlichen sensibler Daten, Aufrufe zu Gewalt oder gezielte Desinformation – sind nicht erlaubt und werden entfernt. Im Zweifel orientiert euch daran: Schreibt nichts, wovon ein Screenshot euch später Probleme bereiten könnte.
Wir haben die Plattform bewusst in unterschiedliche Gruppen unterteilt: Es gibt beispielsweise eigene Bereiche für News-Debatten, Book Reviews oder Praxisberichte. Diese Struktur ist nicht in Stein gemeißelt, soll aber dabei helfen, Jacobin.social eine innere Ordnung zu geben. Wenn ihr ein Thema posten wollt, überlegt kurz, wo es am besten hinpasst, dann erreicht ihr auch direkt die Leute, die wirklich daran interessiert sind. Im Gegensatz zu anderen Plattformen haben wir dafür kein striktes Anti-Werbungsverbot – es kommt eher darauf an, worauf ihr aufmerksam machen wollt. Wenn eine Veranstaltung eurer Politgruppe zu einem gerade diskutierten Thema passt, könnt ihr gern Jacobin.social-User dazu einladen, aber falls ihr Rheinmetall-Aktien promoten wollt, dann tut das besser an einem anderen Ort.
Natürlich werden wir die Plattform moderieren. Falls ihr also einen unangemessenen Kommentar seht, könnt ihr ihn ganz einfach flaggen. Flags funktionieren ein bisschen wie gelbe Karten: Moderatoren prüfen den gemeldeten Beitrag und entscheiden, ob er entfernt wird. Wenn ein User wiederholt auffällt, kann das zu Einschränkungen oder zum Ausschluss führen. Davon abgesehen könnt ihr natürlich auch Leute blockieren oder stumm schalten, die ihr in eurem Feed nicht sehen möchtet.
Wir gehen davon aus, dass wir diese Regeln nur selten durchsetzen müssen, auch deshalb, weil wir unsere Lesenden kennen. Wer sich bei Jacobin.social anmeldet, tut das in den seltensten Fällen, um zu trollen oder andere mit seinem Schneeballsystem zu belästigen. Dafür ist schließlich das restliche Internet da. Hier kommen Leute zusammen, die Lust haben, sich mit sozialistischer Politik auseinanderzusetzen und einander kennenzulernen.
Diese gemeinsame Grundlage trägt den Kodex – den Rest erledigen wir gemeinsam.